Cyanotypie – Teil 1 – Was ist das?

Was ist das?

Die Cyanotypie ist ein Negativkontaktverfahren. Dabei müssen die Bilder direkt auf dem zu belichtenden Papier aufliegen. Dadurch ist die Endgröße durch das Negativ vorgegeben. Der Tonwertumfang einer Cyanotypie ist eher begrenzt, jedoch sind sehr feine Zeichnungen und scharfe Abbildung ohne Probleme möglich. Es entstehen Bilder mit dem typischen Blauton.

Cyanotypie einer Katze

Cyanotypie einer Katze

Die Cyanotypie ist eines der simpelsten Verfahren um stabile fotografische Bilder anzufertigen.

In den nächsten Beiträgen über die Cyanotypie werde ich auf die Herstellung von Cyanotypien eingehen. Ich werde beschreiben wie man das lichtempfindliche Papier herstellen kann und wie man die Auflagenegative erstellt. Tipps und Vorschläge zum experimentieren werde ich natürlich auch verraten.

Mit den Chemikalien muss auf jeden fall vorsichtig und sorgfältig umgegangen werden. Das Arbeiten mit sauberen Utensilien ist nicht nur aus gesundheitlichen Gründen wichtig, sondern auch um mögliche Fehlerquellen vorzubeugen. Arbeiten mit Handschuhen ist auf jeden fall sinnvoll. Beim ansetzten der einzelnen Lösungen auf keinen fall Staub einatmen! Hierfür empfehle ich eine Atemschutzmaske zu tragen.

Eine Haftung für die Richtigkeit der Angaben und Informationen übernehme ich nicht

Geschichte der Cyanotypie

Die Anfänge der Cyanotypie gehen ins Jahr 1842 zurück. Es wurde von dem englischen Naturwissenschaftler und Astronom John Herschel entwickelt. Dieses Verfahren basiert auf Eisen und nicht auf Silber welches bei der heutigen Analogfotografie verwendet wird. John Herschel ist aufgefallen das bestimmte Eisensalze auf Licht reagieren und wasserunlöslich werden.

Die Cyanotypie wurde lange nicht zu den Edeldruckverfahren gezählt, jedoch war sie zur Vervielfältigung von Plänen sehr verbreitet. Der Begriff „Blaupause“ entstand durch die blaue Farbe der Cyanotypie.

Die Cyanotypie verlor durch die moderne Fototechnik und Kopiertechnik an Bedeutung. Jetzt wird sie wegen ihrer einfachen Anwendung im künstlerischen Bereichen öfters benutzt. Die einfache Negativerstellung hat bei der Wiederentdeckung geholfen.

Cyanotypie – Teil 1 – Was ist das?
Cyanotypie – Teil 2 – Was brauche ich an Zubehör?
Cyanotypie – Teil 3 – Chemie & Papier
Cyanotypie – Teil 4 – Negativ und Belichtung

Veröffentlicht in Cyanotypie

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