Cyanotypie – Teil 2 – Was brauche ich an Zubehör?

Für das Ansetzen der Stammlösungen und Belichten der Papiere ist verschiedene Zubehör sinnvoll. In einem gut ausgestatteten Haushalt findet man bestimmt einige die man hierfür verwenden kann, jedoch empfehle ich das Zubehör nur dafür zu verwenden.

Eine Feinwaage: Diese Wage wird benötigt um die richtigen Mengen der einzelnen Chemikalien abzuwiegen. Die Chemikalien kann man in Pulverform oder als Kristalle in größeren mengen kaufen. Mit einer solchen Waage kann man recht einfach die benötigten Zutaten abwiegen. Eine Waage welche auf 10mg (0,01g) genau misst ist ausreichend. Solche Waagen gibt es schon für ca. 20€.

100ml / 10ml Mensur: Wenn man eine kleinere Mensur hat dann muss man öfters nachfüllen. Ich empfehle jedoch, wenn man sich nur eine Mensur zulegen möchte eine kleinere zu kaufen. Dies hat den Grund das die Stammlösungen sehr ergiebig sind und zum teil sich nicht lange halten. Außerdem sind kleinere Mensuren genauer bzw. feiner eingeteilt.

Kleine Gläser (zwei Stück):100 ml Flaschen sind meistens ausreichen. Sie sollten eine große Öffnung haben damit man die Chemikalien einfach einfüllen kann. Auf ein Schraubverschluss aus Kunststoff und Dichtung sollte man wert legen. Auf keinen Fall sollte das Glas einen Metalldeckel haben. Da die Lösung mit Ammoniumeisen sich bei Licht zersetzt sind braune Flaschen dafür besser geeignet. Die Lösungen sollte man dennoch im Dunklen aufbewahren.

Trichter: Um ein schnelles und sicheres Arbeiten zu gewährleisten sollte man auch einen Trichter verwenden um die Chemikalien einfach und sicher in die Gläser füllen zu können. Der Trichter kann auch verwendet werden um das Wasser in die Gläser zu füllen. Der Durchmesser der Trichterspitze sollte aber nicht zu klein gewählt sein.

Pinsel oder Schwamm: Um die lichtempfindliche Lösung auf das Papier aufzutragen benötigt man entweder einen Pinsel oder einen kleinen Schwamm. Wenn man einen Pinsel verwenden möchte unbedingt drauf achten das dieser kleine Metallfassung oder Metallteile hat. Bei der Verwendung eines Schwammes sind Handschuhe Pflicht. Wattestäbchen eignen sich auch zum auftragen.

Cyanotypie - Rand - Aufgetragen mit Wattestäbchen

Cyanotypie – Rand – Aufgetragen mit Wattestäbchen

Kleine Schale: Eine kleine Schale in der die beiden Stammlösungen gemischt werden können und um diese danach gleich auf das Papier aufzutragen. Eine flache Schale ist hier von Vorteil. Es kann auch ein kleiner Becher sein.

UV-Lichtquelle: Als UV-Lichtquelle kann man die Sonne verwenden. Jedoch ist man hier immer auf das Wetter angewiesen. Als alternative kann man auch mit einer Höhensonne bzw. mit einem Gesichtsbräuner belichten. Dies hat den voreilt das man immer die selben Belichtungszeiten erreichen kann. Diese Geräte sind allerdings recht teuer und eine Anschaffung lohnt sich nur wenn man viele Cyanotypien belichten möchte. Wenn ein solches Gerät zur Verfügung steht sollte man dies auch benutzen. Damit hat man gleichbleibende Bedingungen. Dies vereinfacht die Fehlersuche bzw. das Experimentieren. Für den Anfang reicht allerdings die Sonne.

Glasplatte: Die Glasplatte sollte größer als die Cyanotypie sein. Sie dient dazu das Negativ auf das Papier zu drücken, so können scharfe und detailreiche Bilder entstehen. Bei der Wahl der Glasscheibe sollte man eine einfache Glasscheibe nehmen und keine die das Benötigte UV-Licht herausfiltert. Anstelle einer Glasscheibe kann man auch einen Kopierrahmen verwenden. Noch einfacher und für den Anfang ausreichend wäre ein normaler Bilderrahmen der einfach und schnell zu öffnen ist.

Handschuhe und Atemschutzmaske: Einmalhandschuhe sind vollkommen ausreichend. Durch die Handschuhe verhindert man blaugefärbte Hände durch die lichtempfindliche Lösung. Mit der Atemschutzmaske verhindert man das einatmen von Staubteilen der Chemikalien.

Welches Zubehör man sich zulegt und letztendlich nutzt muss jeder für sich selber entscheiden. Es ist sinnvoll erst minimal anzufangen. Diese Aufzählung ist bestimmt noch erweiterbar Je nach dem wie man arbeitet.

Cyanotypie – Teil 1 – Was ist das?
Cyanotypie – Teil 2 – Was brauche ich an Zubehör?
Cyanotypie – Teil 3 – Chemie & Papier
Cyanotypie – Teil 4 – Negativ und Belichtung

Veröffentlicht in Cyanotypie

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