Die Geschichte hinter den Weingläsern – Teil II

Drei Weingläser
Diese drei Bilder habe ich zu meiner Gesellenprüfung erstellt. Hier geht es um das Mittlere Bild. Ich werde Hier ein paar Einblicke in meine Vorgehensweise zeigen. Den Aufbau und unbearbeitete Bilder werde ich auch zeigen.

Aufnahme
Für diese Aufnahme brauche ich zwei saubere Gläser und schöne Himbeeren, außerdem einen roten Hintergrund und 3 Blitze. Ein Glas stelle ich verkehrtherum auf einen dunklen Untergrund um ungewollte Reflexionen zu vermeiden. Das zweite Glas stelle ich auf das erste. Dadurch kann ich eine Illusion einer Spieglung erschaffen.

Aufbau für Aufnahme Glas mit Obst

Aufbau für Aufnahme Glas mit Obst

Den Hintergrund beleuchte ich mit einem Tubus in dem eine feine Wabe eingesetzt ist. Das Obst bekommt ein Gegenlicht welches auch aus einem Tubus mit Wabe besteht.

Auf dem Weinglas erzeuge ich zwei lange Reflexe mit einem Striplight. Durch drehen des Striplight wird der Reflex dünner. Das Licht sollte aber nicht in Richtung Hintergrund gedreht werden weil er sonst dadurch beleuchtet wird. Bei der Aufnahme muss ich auch drauf achten das der Stiehl des Glases ausreichend beleuchtet wird damit er sich vom dunklen Hintergrund abhebt.

Verschiedene Reflexe am Weinglas

Verschiedene Reflexe am Weinglas

Die haltbarkeit der Früchte beträgt nur wenige Tage, deswegen empfehle ich die Früchte am selben Tag einzukaufen an dem fotografiert wird.

Die Aufkleber müssen auf jedem Fall entfernt werden. Dies ist eine Testaufnahme gewesen. Bei dieser hatte ich den Aufkleber unter dem Glas nicht abgemacht. Dieser ist sehr gut zu erkennen und stört. Auserdem sollten die Gläser richtig übereinander stehen.

Glas mit Etikett

Glas mit Etikett

Bildbearbeitung
Die Bildbearbeitung bei diesem Bild ist etwas Aufwendiger als beim ersten. Es müssen kleine störende Staubpartikel und Reflexionen entfernt werden. Die Seitlichen Reflexionen müssen gerade gerichtet werden und von der Helligkeit angepasst werden. Bei den Himbeeren wird viel aufgehellt und abgedunkelt, dadurch wirken sie nicht mehr platt sondern haben mehr tiefe.

Den Hintergrund habe ich nach außen hin ins schwarze laufen lassen. Farbe und Kontrast mit Hilfe von Korrekturebenen selektiv verstärkt bzw. verringert. Das Glas hat teilweise grün geschimmert, dies fand ich sehr störend. Mit Korrekturebenen und Ebenenmasken habe ich das Grün recht schnell entfernt.

Im nächsten Teil geht’s um das Bild was von der Aufnahme her am aufwendigsten aber auch am meisten spaß gemacht hat. Ein Reinschauen lohnt auf jeden Fall. Einen vierten Teil wird es auch geben.

Veröffentlicht in Fotografie, Photoshop

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