Die Geschichte hinter den Weingläsern – Teil IV

Dies ist der vierte Teil, in diesem geht es nicht um ein weiteres Bild sondern noch einmal um alle drei Bilder. Nach meinem heutigen Wissensstand würde ich bei der Aufnahme bzw. bei den Aufnahmen und bei der Bearbeitung einiges anders machen. Es sind allerdings viele Kleinigkeiten. Auf den ersten Blick würden die Bilder nicht viel anders ausschauen. Auf den zweiten Blick wären viele Sachen anders. Ich zähle jetzt nicht alle Dinge auf die mich bei diesen Bildern stören sondern nur ein paar wichtige.
Drei Weingläser

Weinglas mit Himbeeren

Weinglas mit Himbeeren


Bei dem Bild würde ich ein größeres Augenmerk auf den Stiel des Glases richten. Ich finde ihn nicht schön fotografiert. Ich hätte eine zweite Aufnahme machen können bei der schönere Reflexionen zu sehen sind. Besonders der untere Bereich gefällt mir überhaupt nicht. Bei der Retusche des Bildes habe ich mir schon gedacht: „Eigentlich sollte ich es nochmal fotografieren.“
Auch bei den anderen Bildern: Je länger ich retuschiert habe um so mehr dinge sind mir aufgefallen die mich stören.

Der Hintergrund ist nicht gleichmäßig ausgeleuchtet. Entweder hätte ich bei der Aufnahme besser drauf achten oder im Photoshop nachbessern müssen. Auch bei der Ausleuchtung des Obstes würde ich etwas anders machen. Es könnte noch plastischer wirken.

Allgemein hätte ich sicher auch andere Gläser verwenden können. Diese sind zwar von der Form schön und auch zum Wein trinken sehr gut geeignet allerdings von der Qualität nicht wirklich für solche Aufnahmen geeignet. Es sind eben billig Gläser.

Weinglas spritzer

Weinglas mit Schwapp


Bei diesem Bild habe ich mir im Nachhinein noch ein zweites Licht gewünscht. Und zwar so das Reflexionen in den Spritzern und am Glas zu sehen sind. Ich hätte zwei blitze zur Verfügung gehabt allerdings hat es auf Anhieb nicht geklappt beide gleichzeitig zu zünden. Ich hätte nur etwas Zeit zum Einstellen opfern müssen und ich hätte beide nutzen können. Hier hätte ich einen schönen Effekt ohne viel Aufwand erzeugen können.

Es sind viele Kleinigkeiten die ich hätte anders machen können. Aber wie sagt man so schön: Wenn man mit seinen Bildern immer 100% zufrieden ist dann läuft was falsch.

Bei der Vorbereitung zu diesem Bild habe ich gelesen das die Gläser dabei häufig zerspringen. Bei mir sind alle Gläser in einem Stück geblieben. Im Nachhinein denke ich mir ein solches Bild wäre nicht schlecht gewesen – zwar nicht zu dem Thema aber zum haben. Ich hätte nur etwas weiter Probieren müssen und die Platte mit den Gläsern härter aufschlagen lassen – Es hätte sicher eine große Sauerei gegeben.

Weinglas mit roter Tinte

Weinglas mit roter Tinte

Bei diesem Bild hätte ich eine Testaufnahme machen sollen – dies ist das Einzigste wo ich keine gemacht habe. Es sind doch einige Schwierigkeiten aufgetreten die ich mit einen Testlauf schon vorher herausfinden hätte können. Viele kleine Blasen bilden sich sehr schnell. Bestimmt gibt’s da ein guten Trick dies hinauszuzögern oder zu verhindern. Auch mit der Ausleuchtung musste ich erst mal etwas testen. Das hat doch unnötig Zeit gekostet. Zeit die ich bei anderen Aufnahmen besser investiert hätte. Außerdem hätte ich bei den Testaufnahmen mit der Lichtsetzung etwas mehr probieren können.

Zur Abschlussprüfung gehört auch eine Präsentation. Hier hätte ich auch einige Sachen anders machen können – im Nachhinein kann ich auch sagen anders machen müssen. Making of Bilder habe ich zwar gemacht aber nicht wirklich gezeigt. Da hätte sich der Prüfungsausschuss drüber gefreut diese zu sehen. Wenn man eine zweite Person beauftragt Fotos während des fotografieren zu machen kann man sich auf sein Projekt konzentrieren und hart dennoch einige Bilder zum zeigen.

Auf die Präsentation habe ich mich zu wenig vorbereitet. Soweit war es auch kein Problem da ich wüste wie ich meine Aufnahmen gemacht habe und warum ich wie und was gemacht habe, welche Einstellungen ich für welche Effekte genutzt hatte. Das sollte man für die Präsentation allgemein gesagt auch wissen. Nur so kann man überzeugen das man Ahnung davon hat was man macht und die Arbeit nicht nur ein Zufallsprodukt ist.

Fazit: Ich habe bestanden und das ohne Probleme. Heute würde ich wohl einiges anders machen um ein besseres Ergebnis zu erzielen. Das wichtige dabei ist die Zeit, die soll man sich dazu nehmen. Damit es keine bösen Überraschungen gibt sollten einige Testaufnahmen vorher gemacht werden und am besten nicht nur einmal. So kann man die geringen Zeit die einem bleibt effektiv nutzen. So arbeitet man auch sehr entspannt und routiniert. Außerdem lernt man bei den Test Aufnahmen mit kleinen Hindernissen gut klarzukommen eventuell tritt auch die ein oder andere Schwierigkeit auf an die man nicht gedacht hat. Dabei spielt es keine Rolle ob es Werbeaufnahmen, Portraits oder ganz andere Aufnahmen sind.

Tipp: Einen Plan B sollte man noch in der Tasche haben. Wenn man z.B. Portraitaufnahmen im Sonnenschein machen möchte aber es nur Regenwetter gibt. Diesen Plan B muss man vorher in der Konzeption erwähnen und erläutern. Außerdem kann man auch von der Konzeption abweichen solange man dies gut Begründen kann.

Zu den anderen Teilen:
Die Geschichte hinter den Weingläsern – Teil I
Die Geschichte hinter den Weingläsern – Teil II
Die Geschichte hinter den Weingläsern – Teil III

Veröffentlicht in Fotografie, Photoshop

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