Neues vom AstroPi Teil IV – Auslösen einer Kamera über den Raspberry Pi

Die Steuerung der Kamera muss her, das Auslösen soll der Raspberry Pi übernehmen. Hierfür habe ich eine konkrete Idee die ich umsetzen werde.

Teile für die Steuerung

Teile für die Steuerung

Der Raspberry steuert über einen Transistor ein Relais an. Dieses Relais übernimmt die Aufgabe des gedrückten Fernauslösers. Da der Fernauslöser zwei Druckpunkte -einen für Fokus und einen zum auslösenden- hat brauche ich auch zwei Transistoren und zwei Relais.

Auch wenn ich den Fokus nicht brauche -da ich manuell fokussiere- wird dieser erst betätigt und danach der Auslöser. Die Kamera braucht diesen Kontakt und deswegen kann er nicht ersatzlos weggelassen werden.

Per Software werde ich beide Relais nacheinander schalten.

Leiterplatte mit Relais zur Ansteuerung der Kamera über den Raspberry Pi

Leiterplatte mit Relais zur Ansteuerung der Kamera über den Raspberry Pi

Leiterplatte mit Relais zur Ansteuerung der Kamera über den Raspberry Pi – mit Bezeichnungen der Anschlüsse

Leiterplatte mit Relais zur Ansteuerung der Kamera über den Raspberry Pi – mit Bezeichnungen der Anschlüsse

Die Bauteile sind schnell auf einer Leiterplatte zusammen gelötet. Bei dem Relais ist eine Freilaufdiode wichtig da durch die Relaisspule hohe Induktionsspannungen entstehen können. Diese können den Raspberry Pi schaden. Ein Transistor ist wichtig weil der Raspberry Pi an den GPIO’s keinen hohen Ausgangsstrom für den Betrieb eines Relais liefern kann.

Schaltplan für die Ansteuerung der Relais um über den Raspberry die Kamera auszulösen

Schaltplan für die Ansteuerung der Relais um über den Raspberry die Kamera auszulösen

Es ist ein Anschluss für Masse also 0V, ein Anschluss für +5V die für die Versorgung der Relais zuständig ist und zwei Signalanschlüsse vorhanden, außerdem die 3 Anschlüsse für den Auslöser.

offener Kabelauslöser für Nikon – so schaut es innen aus

offener Kabelauslöser für Nikon – so schaut es innen aus

Beim zerlegen des Panasonic Auslösens musste ich feststellen er arbeitet etwas anders als der von Nikon oder Canon. Bei den beiden wird einfach der Schalter (Taster) geschlossen. Beim Panasonic sind 3 Wiederstande und bei jedem Druckpunkt wird einer überbrückt. Das stellte mich vor die Überlegung wie ich meine Planung anpassen kann. Ich habe mich für das einfachste entschieden, die Wiederstände kommen in das Kabel welches angeschlossen wird. So bleibe ich kameraunabhängig, je nach verwendeter Kamera muss ich ja eh ein anderes Kabel verwenden da die Kameras andere Anschlüsse haben.

offener Kabelauslöser für Panasonic – so schaut es innen aus

offener Kabelauslöser für Panasonic – so schaut es innen aus

Damit ich meinen Fernauslöser weiter Verwenden kann habe ich an ihn auch einen Stecker angebaut. So kann ich mein Kabel jetzt in den AstroPi und in den Fernauslöser stecken.

In der Software muss ich jetzt noch das Schalten der Relais hinzufügen, es ist kein großes Hexenwerk. Es muss nur an die entsprechenden Stellen der Befehl zum Umschalten der GPIO’s eingefügt werden. Das Grundgerüst ist soweit schon fertig.

Was kommt als Nächstes?

Die Funktion weshalb ich dieses Gerät eigentlich zusammenbaue, der Anschluss für einen Autoguider. Es wird ein ST4 Stecker verwendet. Damit kann ich dann z.b. einen M-Gen anschließen. Die Hardware ist in diesem Fall das kleinere Problem, die Software muss entsprechend angepasst werden.

Veröffentlicht in Astrofotografie, Raspberry Pi

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