Sigma 18-35mm 1.8 – Lichtstarkes Weitwinkel für die Astrofotografie?

Als ich dieses Objektiv das erste Mal gesehen habe musste ich zweimal hinschauen und dachte: WOW, ein lichtstarkes Weitwinkel, so etwas wollte ich für die Astrofotografie -speziell wenn es um die Milchstraße geht- schon immer haben. 18mm mit Blende 1.8.

Sigma 18-35mm 1:1.8 DC

Sigma 18-35mm 1:1.8 DC


Mit der 1.8 er Blende habe ich einen enormen Vorteil. Wenn ich mit Offenblende arbeite habe ich ganze zwei Blendenstufen mehr Licht als mit meinem Kit-Objektiv. Dies hat eine Offenblende von 3.5 andere Weitwinkelobjektive sind noch lichtschwächer. Das bedeutet ich müsste vier mal so lange belichten um das auszugleichen. Andersrum gesehen brauche ich nicht so lange belichten um gleiche Lichtmengen zu sammeln.

Sigma 18-35mm 1:1.8 DC Objektiv

Sigma 18-35mm 1:1.8 DC Objektiv

Ein Beispiel:
Ich möchte eine Aufnahme ohne Nachführung von der Milchstraße machen. Die maximale Belichtungszeit ergibt sich aus der Brennweite(es spielen zwar noch andere Faktoren mit rein aber in diesem Fall verallgemeinere ich das). Je weniger Brennweite ich verwende des so länger kann ich belichten, bei 18mm belichten ich meist 30s. Hierbei nehme ich allerdings schon kleine strichförmige Sterne in kauf. Die ISO wir so hoch wie möglich gestellt, damit meine ich nicht was die Kamera kann sondern so hoch das die Bildqualität noch passt. Jetzt habe ich Belichtungszeit und ISO festgelegt.

Wenn ich mit dem Sigma ein Foto bei Offenblende mache musste ich um das selbe Ergebnis zu erzielen viermal so lange belichten also 2 Minuten. In dem Beispiel wären es deutliche Strichspuren. Alternativ könnte ich die ISO vervierfachen. Entweder ist das Ergebnis total verrauscht oder die Kamera kann diesen Wert gar nicht annehmen. Soweit die Theorie.

Erster Eindruck:
Das Objektiv mach einen qualitativ hochwertigen Eindruck. Es Liegt auch gut in der Hand.
Die ersten Bilder bei 18mm und Offenblende haben an der Kamera allerdings nicht gut ausgeschaut. In der 100% Ansicht am Computer sah es zum Glück etwas anders aus.

Der Direkte vergleich:
Beide Bilder habe ich mit der selben Belichtungszeit(30s) und der selben ISO(1600) aufgenommen, auch sind beide bei Offenblende(1,8 und 3,5) entstanden. Die Bilder sind nur im RAW-Konverter Entwickelt und zwar mit den selben Einstellungen. Sicherlich könnte ich aus dem ersten Bild mehr rausholen jedoch ist dann kein direkter Vergleich mehr möglich

Objektivtest: SIgma 18-35mm 1.8

Objektivtest: SIgma 18-35mm 1.8

Das Ergebnis -also der Unterschied- ist schon Beeindruckend.

Der Ausschnitt ist nicht zu 100% identisch da ich wohl doch beim Objektivwechsel etwas sie Kameraposition verändert habe.

Das Objektiv hat ein Metall Bajonet

Das Objektiv hat ein Metall Bajonet

Fazit:
Ich hatte anfänglich bedenken das es bei Offenblende riesige Sterne wie bei meinem 50mm 1.8 der Fall ist jedoch war dem nicht so. Das Objektiv ist recht vielseitig einsetzbar, mit der maximalen Brennweite und der Offenblende von 1.8 ersetzt es sogar eine Festbrennweite. Das würde einen Bildwinkel von 50mm an Kleinbild entsprechen. Die Bildqualität bei Offenblende ist erstaunlich gut, jedenfalls bei dem Exemplar was ich zum Testen habe. Die 18mm mit Blende 1.8 finde ich am interessantesten. Das Bokeh ist auch schön.

Veröffentlicht in Astrofotografie, Fotografie

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